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Die böse 7 - oder: Therese Krones und ihr Galan. v. Rocek / Blechinger

Artist Philharmonie Bohuslav Martinu, Chor und Solisten unter Paul Polivnick
Title Die böse 7 - oder: Therese Krones und ihr Galan. v. Rocek / Blechinger
Release Date 2010-12-06
Genre Opera > Chamber
Copyright © Harmonia Classica Records
Country AUSTRIA

Promotion Text

Die böse 7 - oder: Therese Krones und ihr Galan

Diese Moritat handelt zu Ferdinand Raimunds Zeiten Sein Star Therese Krones, die sein Lied "Brüderlein Fein" bekanntgemacht hat, hat einen polnischen Grafen zum Liebhaber. Was daraus wird, erfahren Sie in der zitatenreichen Crossover-Oper klassischer Art. Crossover deswegen, weil zwischen verschiedenen klassischen aber auch populären Stilen gewechselt wird, je nach Bedarf der Handlung. Klassischer Art deswegen, weil das Ganze dabei nie aus den Augen und Ohren verloren wird. Bekannte Melodien und Populäres in der "Bösen 7": Mozart ist genauso vertreten wie Strauß und Müller, der Komponist vieler Nestroytexte Gassenhauer a la Nestroy Dorfschwalben aus Österreich Brüderlein fein Freut euch des Lebens Eine kleine Nachtmusik 1. Bild: Nestroy-Gassenhauer Refrain 2. Bild: Arie im Biedermeierstil a la Nestroy 3. Bild: Polonaise 4. Bild "Dorfschwalben" / "Freut euch des Lebens" 5. Bild: Swing der Pfandleiher 7. Bild: "Lamm Gottes" Kirchengesang 8. Bild: "Eine kleine Nachtmusik" / "Brüderlein fein" 9. Bild: "Volksmusik" a la Oberkrainer 10. Bild: "Brüderlein fein" Dieses Libretto von Roman Rocek hat mich von Anfang an fasziniert. Die Musik kam dazu wie von selbst. Die Ausdrucksstärke der Sprache und die geschickte Folge der elf Bilder ermöglichte eine ebenso abwechslungsreiche Musik. Die Handlung in der Zeit des Biedermeier mit dazugehöriger Sprache, d.h. die Personen sprechen wirklich ein Biedermeier-Deutsch, hat natürlich seine Auswirkungen auf die Musik. "Brüderlein fein", "Freut euch des Lebens", und andere Musikzitate finden sich in der Partitur neben nachempfundener Musik dieser Zeit, z.B. die Ouvertüre des 2. Bildes mit dem Duett der Krones und ihrem Bühnenpartner im Leopoldstädter Theater und die Polonaise des 3. Bildes. Demgegenüber findet sich im 10. Bild diese Biedermeiermusik leicht verfremdet, um die Handlung an diesem Punkt bestmöglich zu verdeutlichen. Aber auch Musik, die nicht von Haus aus in diese Zeit paßt, findet sich in der bösen 7: die musicalhafte Teuferlmusik am Anfang, die jazzige Musik der Pfandleiher im 5. Bild, der Mord, vermittelt durch "zeitgenössische Musik" im 6. Bild und vieles andere. Es lassen sich noch viele weitere Querverbindungen erforschen, was hier an dieser Stelle jedoch dem interessierten Hörer überlassen wird. Mir ging es darum, diese Geschichte dem Publikum möglichst plastisch zu übermitteln. Der Musikstil dient hier der Aussage und ist nicht schon durch sich selbst - wie z.B bei der atonalen Musik - schon gerechtfertigt. So ist das Neue dieser Musik nicht unbedingt in einzelnen Musikabschnitten - Mosaiksteinen vergleichbar - zu finden, obwohl natürlich möglich, sondern in der Zusammenstellung - der Grundbedeutung von "Komposition" - der einzelnen "Mosaiksteine" zum gesamten Werk. Weiters ergibt sich daraus die Möglichkeit, die Böse 7 sowohl als Oper, Opernmusical, Musicaloper Musicaloder als neue Wiener Volksoper anzusehen, was wohl nach Geschmack entschieden wird. Alexander Blechinger DIE BÖSE 7 Op 40 - Reaktionen ÖSTERREICHISCHE MUSIKZEITSCHRIFT: Inhaltlich verankerte Zitate der Haydn Hymne und von Brüderlein Fein illustrierten gekonnt- reizvoll die Geschichte der Therese Krones, die durch ihr Pantscherl mit einem Raubmörder es sich mit dem Wiener Publikum verscherzt. PROF.PAUL HAMBURGER, PIANIST: Durch eine glückliche Fügung befand ich mich im Dezember 92 in Wien und konnte der Aufführung Ihrer Biedermeieroper Die Böse 7, am 5.12.92 im Konzerthaus beiwohnen. Von dieser höchst originellen Partitur auf ein nicht minder originelles Libretto stark beeindruckt, drängt es mich, Ihnen meine Bewunderung auszusprechen. Die von Ihnen angestrebte Verquickung von volkstümlich-altmodischen und skurril-modernen musikalischen Elementen ist Ihnen meisterhaft gelungen. Sie besitzen die seltene Gabe, harsche, krasse Musik durch sentimentale Andeutungen ironisieren, und kindische Dudelei durch gerissene harmonische Schärfe in Frage zu stellen.

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29.11.2012 SA, 8.12.2012, 15:30 Uhr: Deutschordenskirche, 1010 Wien, Singerstraße 7: Adventkonzert der Harmonia Classica: aus "Die böse 7": "In der Kirche - Gewissensbisse und Hochmut": Arie des Grafen